Alkohol hat neben einer Anzahl von Vorteilen auch eindeutige Nachteile. Der Missbrauch von Alkohol ist eine Gefahr für jeden einzelnen und für die Volksgesundheit. Denn Alkohol kann alle inneren Organe schwächen und schädigen, insbesondere Gehirn und Leber. Menschen, die alkoholkrank sind haben eine niedrigere Lebenserwartung und Lebensqualität als die übrige Bevölkerung. Die Entstehung von Alkoholismus basiert auf einer Verbindung von körperlichen, sozialen, seelischen und genetischen Ursachen.
Der Missbrauch von Alkohol, egal ob in Form von Bier, Wein, Schnaps oder Likör, ist eine Suchterkrankung die vielfältige Gründe haben kann. Niemand wird über Nacht zum Alkoholiker. Der Alkoholkonsum in Quantität und Qualität steigt bei den gefährdeten Menschen über Jahre hinweg an. Wer mit den Kollegen nach der Arbeit gelegentlich ein Bier trinkt oder einen Wein beim Italiener zum Essen ist noch nicht gefährdet. Denn "allein die Dosis macht, dass etwas Gift ist" sagte schon im Mittelalter der deutsche Arzt und Naturforscher Paracelsus. Für wen aber die regelmäßige Verfügbarkeit von Alkohol wichtig ist, wer immer mindestens einen Kasten Bier zu haben muss und beim Einkauf von Lebensmitteln auch immer Flaschen mit Bier, Wein oder Schnaps mitnimmt hat die erste Stufe zum Alkoholismus erreicht. Häufig ist der Alkoholkonsum eingebunden in soziale Aktivitäten, die häufig auch Merkmale von Gruppenzwang oder zumindest Gruppendruck aufweisen. Gerade dadurch gelangen Jugendliche in einen Teufelskreis, in dem sie ihr eigenes Trinkverhalten am Beispiel anderer ausrichten und sich dadurch erwachsener fühlen. Die leichte Verfügbarkeit der Droge Alkohol in Tankstellen, Büdchen, Supermärkten, etc. rund um die Uhr erleichtern es seiner Sucht nachzukommen. Auch für Jugendliche, die laut Jugendschutzgesetz erst ab 16 Jahren Bier und Wein oder ab 18 Jahren Spirituosen kaufen dürfen, gibt es ausreichende Ausweichmöglichkeiten.
Zu Beginn seiner "Karriere" zeigt sich der Alkoholiker durch
eine höhere und längere Verträglichkeit von Alkohol.
Den klassischen Brummschädel und das Übergeben stellen sich
bei ihm später oder geringer ein als bei Gelegenheitstrinkern.
Da der Alkoholiker mehr verträgt trinkt er auch mehr und immer
mehr. Zunehmend wird Bier, Wein, Schnaps, etc. wichtiger als die Arbeit,
die eigene Familie, Gesundheit, etc. Die Sucht ist nun chronisch und
wird der Alkoholkonsum wird immer unkontrollierter. Wie ein Drogenkranker
ist der Alkoholiker nun abhängig von seinem "Stoff".
Die größte Angst für ihn ist es auf dem "Trockenen"
zu sitzen. Diese Entzugserscheinung führt zu einem durchgehend
über den Tag verteilten Trinken von Alkohol. Der Zwang zur Flasche
ist der stärkste Trieb und das grundlegendste Bedürfniss,
das ein Mensch in dieser Hochform des Alkoholismus hat.
Kurz
gesagt wirkt Alkohol einerseits beruhigend, andererseit giftig. Konsequenzen
daraus sind, das Alkoholiker ihre lebensnotwendigen Bedürfnisse
vernachlässigen. Sie essen häufig zu wenig oder trinken
zu wenig Wasser, dadurch leiden Sie an Mangelerscheinungen und machen
ihr Immunsystem angreifbar. Am schädlichsten sind die Folgen
für die inneren Organe, dazu zählen Magengeschwüre,
Entzündungen der Bauchspeicheldrüs und Leberzirrhose. Letzere
ist eine chronische Erkrankung der Leber, die zu Vernarbung (Fibrose)
und dem Absterben der Leberzellen führt. Dadurch kommt es zum
Versagen der Leber-Funktionen und Bluthochdruck. Als direkte Folge
daraus kann es zu Symptomen wie Durchfall, Leibschmerzen, Gelbsucht,
etc. kommen. Selbst bei frühzeitiger Behandlung durch einen Arzt
oder in einem Krankenhaus ist eine vollständige Wiederherstellung
der Leber unmöglich.
Alkohol greift auch das Nervensystem und das Gehirn an. Das kurzzeitige gewünschte Ausklinken des Hirns durch einen kleinen Rausch führt durch den Missbrauch zu Bewusstseinslücken, Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Zittern der Körperteile. Insbesondere beim Delirium Tremens, einer akuten Störung des menschlichen Organismus eines Alkoholikers durch Alkoholentzug, treten diese Symptome in extremer Form auf. Dieser Zustand kann ohne schnelle Behandlung zum Tod führen.
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