Kommt der Bierbauch vom Bier?

Wenn jemand, zumindest nach Meinung seiner Umgebung, ein Bierbauch hat, so kommt es zu der Frage wo er ihn her hat und welche Rolle Bier dabei spielt. Die Wahrheit vom Bierbauch und vom Bier ist wie so häufig zweigeteilt. Häufig sind die Bierbach-Träger auch ein Stück stolz darauf, getreu dem Motto: Was brauch ich ein Sixpack, wenn ich mir ein Fass leisten kann. Zumindest die eigene Gesundheit und der Lebenspartner würden sich über den Verzicht auf den Wohlstandsbauch freuen.

Grund 1: Bier trinken regt den Appetit an

Nicht umsonst wird vor dem Essen ein alkoholhaltiger Aperitif gereicht. Er führt dazu, dass uns sprichwörtlich "das Wasser im Munde" zusammenläuft und die Bildung der Verdauungssäfte angeregt wird. So können die verzehrten Gaumenfreuden besser verdaut werden. Dabei lockert der Konsum von Alkohol auch die Selbstkontrolle. So kann es schnell passieren, dass einer mehr isst, als für ihn gut wäre. Und schließlich enthält Bier ja auch kein Fett, kann also auch nichts ansetzen.

Grund 2: Alkohol beinflusst Stoffwechsel und Fettspeicher

Der menschliche Körper verbrennt beim Stoffwechsel auch Alkohol vom Stoffwechsel des Körpers verbrannt - daher auch die hohe Zahl der Kalorien. Die Energie, die der Körper nicht nutzen kann, wandelt er aber in Fett um. Einfach gesagt: unser Körper hat keine Alkoholspeicher, aber er hat Fettspeicher. Der "Bierbauch" bringt es dann irgendwann an den Tag. Wer schlank bleiben will, sollte alkoholfreies Bier trinken.



Gesundheitliche Auswirkungen durch den Bierbauch

Im Gegensatz zum Fettansatz an Hüfte oder Oberschenkel produziert das Fettgewebe am Bauch aggressive Stoffe, die letztlich für Herzinfarkt oder Diabetes verantwortlich sind. Mit einem Bauchumfang von 102 Zentimetern ist bei Männern mit einem deutlichen Anstieg des Herzinfarktrisikos zu rechnen, bei Frauen bereits bei 88 Zentimetern. Das Fettgewebe kann nicht nur Energie speichern, sondern auch Botenstoffe (Hormone) bilden und dadurch auf andere Organsysteme wie Gehirn, Muskeln und Gefäße einwirken. Besonders für das Fettgewebe der Bauchhöhle bedeutet das: Ist zu viel vorhanden, werden zum Beispiel vermehrt Hormone gebildet, die bei der Entstehung von Entzündungen eine Rolle spielen. Es wird angenommen, dass solch eine chronische Entzündungsreaktion die Entstehung von Arteriosklerose be-günstigt. Zusätzlich zur Entstehung von Arterienverkalkung, wie die Arteriosklerose im Volksmund häufig genannt wird, nehme die Wirksamkeit des Hormons Insulin ab, welches maßgeblich den Zuckerhaushalt des Körpers regelt. Dadurch steige für Betroffene das Risiko, zuckerkrank zu werden. Im Fettgewebe wird auch das Sättigungshormon Leptin gebildet. Aber: je mehr Fett, desto weniger Sättingungshormon. Und das bedeutet, Dicken fehlt die Essbremse. Ein Teufelskreis.

Ihre Meinung ist gefragt

Kommentar von Bürk Schiefner | 13.07.2013

Man sollte den Bierbauch nicht überdramatisieren, habe selbst einen, bin aber trotzdem auch sportlich aktiv(Radfahren und Schwimmen).