Bier als Wundermittel für die Gesundheit?

Wie kaum ein anderes Getränk enthält Bier eine ausgewogene Vielfalt an Substanzen zur Förderung der Gesundheit. Dazu zählen wertvolle Phenole, die ausschließlich im Hopfen vorkommen. Sie dienen als Radikalenfänger, beugen Gefäßerkrankungen, Osteoporose und sogar Krebs vor. Nun wollen Wissenschaftler in Bayern die Verfahren in der Brauerei weiter optimieren, um die Menge an positiven Inhaltsstoffen zu erhöhen. Denn der Bierabsatz ist rückläufig und der süffige Gerstensaft mehr und mehr in Verruf geraten. Alkohol und damit auch Bier gilt neben Nikotin als Feind der Volksgesundheit.

 

Bier besitzt ernährungsphysiologische eine hohe Qualität und ist sehr ausgewogen zusammengesetzt. So ist die Vitamin B-Gruppe sehr gut vertreten und sehr viele hochaktive Polyphenole enthalten. Diese Polyphenole sind auch Radikalfänger, die sich im menschlichen Körper sehr positiv auswirken. Zudem enthält der Gerstensaft relativ wenig Alkohol. Diese geringe Menge ist physiologisch durchaus vertretbar.



Der Hopfen sorgt nicht nur für den typischen Geschmack im Bier, sondern enthält auch Substanzen, die der Knochenbrüchigkeit, Gefäßverkalkung und sogar Krebs vorbeugen können. Dieselben Inhaltsstoffe erhöhen gleichzeitig die Haltbarkeit von Bier, die den Experten besonders wichtig ist. Denn je leichter verderblich ein Bier ist, desto geringer ist auch sein Gesundheitswert. Im Wasserbad werden verschiedene Biersorten auf ihre Haltbarkeit getestet. Je länger ein Bier unter den extremen Bedingungen um sechzig Grad keine sogenannten Radikale entwickelt, desto höher ist die Menge an gesundheitsfördernden Substanzen und desto geringer ist seine Verderblichkeit.

Besonders der Gärungsprozess ist entscheidend. Was dabei still vor sich hinschäumt, ist die mit Hefe versetzte Bierwürze. Die Hefe vergärt den in der Würze vorhandenen Malzzucker zu Alkohol und Kohlensäure. Wenn während dieses Prozesses genaue Belüftungsrhythmen eingehalten werden, lässt sich der Wert an vorteilhaften Wirkstoffen noch erhöhen. Die offenen Bottiche sind heute meist durch Stahlkessel ersetzt. Dadurch kann die Belüftung genauestens programmiert und der Gesundheitswert des Bieres noch weiter gesteigert werden. Wichtig aber ist der moderate Bierkonsum. Ein halber Liter Bier pro Tag ist zu empfehlen. Wenn man mehr trinkt, als diese Menge, dann kann das v. a. wegen dem Alkohol sehr schnell in die negative Richtung ausschlagen.

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Kommentar von diokhan | 04.02.2011

Der Artikel ist sehr interessant zu lesen, eine wichtige Frage bleibt jedoch offen.
Eindeutig nicht zu widerlegen ist, dass der Alkohol im Bier keineswegs Gesundheitsfördernd ist.
Folgt daraus, dass ein halber Liter ALKOHOLFREIES Bier pro Tag noch gesünder ist? Oder sind die aufgezählten Vitamine usw. nur in normalem Bier enthalten?
mfg
diokhan