Bier selbst brauen: Ausschlagen und Abkühlen

Das Ausschlagen ist das zweite Filtern beim Selbstbrauen von Bier. Dabei trennt der Heimbrauer überflüssige Reststoffe von der Würze und achtet dabei auf eine sterile Arbeitsumgebung. Das Abkühlen ist als Vorbereitung für das Zusetzen von Hefe für die Gärung im Bier notwendig.

Sechster Schritt: Ausschlagen bzw. zweites Filtern

Hygiene und Sauberkeit sind während des ganzen Heimbrauen notwendig. Ab diesem Schritt ist es auch noch unerlässlich steril zu arbeiten, damit die in der Raumluft befindlichen Bakterien das selbstgebraute Bier nicht sauer machen. Dazu wird der Kochtopf in ein kaltes Wasserbad gestellt - beim elektrischen Brautopf einfach nur ausschalten. Wenige Minuten später hat sich der Heißtrub bzw. Kochtrub am Boden abgesetzt, dieser besteht u. a. aus Bestandteilen von Eiweiß und Hopfen. Die Würze heißt nun Ausschlagwürze, da sie komplett von dem feinen Trub getrennt werden muss (das sogennante Ausschlagen).

Dazu baut der Heimbrauer den sterilisierten Gärbehälter auf und schöpft mit einer Kelle die heiße Würze dort hinein. Dabei muss die Ausschlagwürze klar und zügig durch den Filter auf dem Gärbehälter ablaufen. Anschließend gießt der Hobbybrauer den Trub durch den Filter. Zurück bleibt ein grüner Hopfentreber aus dem man die restliche Würze mit zwei Kellen siedendem Wasser ausschwemmen kann.



Siebter Schritt: Abkühlen des Selbstgebrauten

Zum Abkühlen wird das Gärgefäß in kaltes Wasser gestellt. Wichtig ist, dass der Heimbrauer die Öffnung mit einem sauberen Tuch abdeckt, damit keine Keime von außerhalb eindringen. Gelegentliches Umrühren mit einem sterilisierten Löffel sorgt für eine ausreichende Zufuhr von Sauerstoff. Damit die Würze innerhalb von ca. 1,5 Stunden abgekühlt ist, sollte das kalte Wasser regelmäßig erneuert werden. Der abgekühlte Sud ist widerstandsfähiger gegen Bakterien und ermäglicht in der Folge die Gärung mit Hefe.

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