Germanen & Kelten
Da Kelten und Germanen keine Schrift besassen, ist man bei ihrer Bier- und Brauerei-Geschichte auf Ausgrabungen oder griechische und römische Quellen angewiesen. Der älteste Fund in Deutschland sind Bierkrüge in einem Grab aus der Zeit um 800 v. Chr. in der Nähe der Bierstadt Kulmbach in Oberfranken. Pytheas, ein Entdeckungsreisender um 300 v.Chr., berichtet von einem Getränk aus Getreide, das mit Honig versetzt wurde (Met) und bei den Einwohnern Mitteleuropas sehr beliebt war. Die ausführlichste Beschreibung der Geschichte zum Bier der Germanen finden sich beim römischen Historiker Tacitus in seinem Werk "Germania". Demnach wurden bei festlichen Anlässen und kultischen Feiern sehr grosse Mengen von eigens zu dem Anlass gebrautem Bier getrunken.
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Entwicklung von Bayern zum Bierland
Bayern gilt als Bierland schlechthin, doch begann die Vormacht des bayerischen Biers erst um 1600. Bier war bis zum 16. Jahrhundert eine vorrangig norddeutsche Angelegenheit. Hamburg allein hatte 600 Brauereien. Das Brauen und mit Bier brachte den Bürgen der Hansestädte einen Teil ihres Reichtums ein. Der Stadtbürger in Bayern, falls er ein Braurecht besaß, war weit weniger erfolgreich. Er kochte seinen Sud meistens für den Hausgebrauch und keineswegs so rein, wie es dann das Reinheitsgebot verlangte.
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