Dunkles Lagerbier hatten es in den vergangenen Jahrzehnten nicht leicht, sich am Markt zu behaupten. Aber in letzter Zeit lässt sich ein gegenläufiger Trend für diese Biersorte erkennen. Das dunkle Bier baut langsam seine Position wieder aus. Eine andere Bezeichnung für Lagerbier ist Exportbier.
Verbreitung: bundesweit mit Schwerpunkt Bayern
Biergattung: Vollbier
Stammwürze: über 11
Alkoholgehalt: ca. 4,8 % vol.
Bierart: untergäriges Bier
Charakteristik: dunkles Bier, leicht gehopft, vollmundig, malzaromatisch
Brauprozeß: Gärung mit untergäriger Hefe unter Verwendung von dunklen Malzen Münchner Typs
Geschichte: lange Tradition als Exportbier
Bierpflege: optimale Trinktemperatur liegt bei 8 Grad Celsius
Das dunkle Lagerbier ist genau wie sein heller "Bruder" ein untergärig gebrautes Vollbier, dessen Stammwürzegehalt bei 11 Prozent liegt. Das ergibt einen Alkoholanteil von rund 5 Volumenprozent. Dunkel wird unter Verwendung von mindestens 50 Prozent dunklem Malz, dem sogenannten "Münchner Typ", hergestellt. Wie bei den anderen dunklen Bieren, etwa dem Alt, ist das Malz für die Farbe des Bieres verantwortlich. Es wird bei Temperaturen zwischen 100 und 110 Grad Celsius getrocknet und nimmt dabei die dunkle Farbe an, die es dann an das Bier weitergibt.
Dunkles Lagerbier hat ein malziges Aroma und einen runden, leicht süßlichen Geschmack. Bei einer Temperatur von rund 8 Grad Celsius schmeckt es am besten - auch den Frauen, die dieses vollmundige Bier aus Bayern zu schätzen wissen. Von dort aus findet es seinen Weg auch in nördlichere Gefilde. Die Konsumenten von heute mögen die Abwechslung und probieren gern mal etwas Neues. Als "exotische" Alternative gewinnt das dunkle Lager aus Bayern auch nördlich des Weißwurst-Äquators zunehmend an Beliebtheit.
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