Kategorien
Bier selbst gebraut

Bier selbstbrauen: Vorbereitung und Maischen

Vor dem Heimbrauen bzw. Hobbybrauen von Bier ist die Vorbereitung wichtig. Sorge dafür, dass die Ausstattung vollständig ist und alle Geräte gereinigt sind. Die Grundlage für den erfolgreichen Sud ist das Maischen mit den verschiedenen Arten von Rast. Dabei zerlegen biochemische Prozesse, u. a. mit Enzymen, das Malz und ermöglichen dadurch die Entstehung von Alkohol im selbst gebrauten Bier.

1. Schritt: Vorbereitung

Vor dem Braubeginn sollte das Brauwasser enthärtet werden, falls ein hoher Härtegrad vorliegt. Reinige das gesamte Zubehör mit kochend heißem Wasser. Verwende dafür keinerlei Spülmittel. Die Trockenhefe wird angesetzt, damit sie quellt und sich bereits vermehrt. Damit beschleunigst du die spätere Angärung.

2. Schritt: Maischen

Beim Einmaischen wird das Malzschrot im Wasser erwärmt. Dadurch wird ein Großteil der schwer löslichen Bestandteile vom Malz als Extrakt zu Würze umgewandelt. Das Einmaischen dauert ca. 20 Minuten und erfolgt bei einer Temperatur von 50 Grad Celsius. Nach dem Einmaischen folgt die Eiweißrast. Dabei werden die großen Eiweiß-Moleküle in kleinere Bestandteile aufgespaltet. Dies dient zur Stabilität des Schaums, Klärung und Herausbildung der Kohlensäure. Die Temperaturen sollten unter 60 Grad liegen um die Enzyme nicht absterben zu lassen.

Für das Hobbybrauen ist danach die Maltoserast notwendig, denn dabei wird die Grundlage für die spätere Gärung und somit für das Entstehen des Alkohols gelegt. Für das Bier stehen in der Folge zwei Verzuckerungsrasten an, bei denen bilden sich Dextrine, Glukose und Maltose. Die Temperaturen bei diesem Abschnitt zum Heimbrauen betragen 72 bis 77 Grad. Unterbrochen wird die Verzuckerungsrast von der Jodprobe, denn in der Würze soll sich keine Stärke und keine komplexen Dextrine mehr befinden. Verfärbt sich eine Probe blau oder rot, so muss die Verzuckerungsrast fortgesetzt werden. Ist die Probe braun oder gelb so ist die erste Verzuckerungsrast erfolgreich gewesen.